Pommes selber machen – Die Kartoffel

Die Herkunft der Kartoffel

Die Kartoffel (Solanum tuberosum), welche auch als Erdapfel, Krumbeere oder Grundbirne bekannt ist, zählt zu den Nutzpflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse. Ursprünglich stammt die „beliebte Knolle“ aus der Andenregion Südamerikas.

Selbst gemachte Pommes!

Selbst gemachte Pommes!

Heute ist bekannt, dass die ersten essbaren wilden Kartoffeln in der Region um La Paz und den Titicacasee auftauchten. Es wird vermutet, dass Jäger und Sammler vor ungefähr achttausend Jahren die Bekanntschaft mit der Pflanze machten, als sie in die Regionen westlich des Amazonas zogen.

Erfahre mehr über die Herkunft der Kartoffelknolle!

Erste archäologische Hinweise hinsichtlich des Anbaus gehen auf die Zeit um 3.000 vor Christi zurück. Es gibt noch viele ungeklärte Aspekte bezüglich dem exakten Beginn des Kartoffelanbaus, aber in einem sind sich viele Wissenschaftler einig: Die Vorfahren der Inkas waren die ersten Personen, die die Kartoffel auf terrassenförmig angelegten Flächen auf Berghängen anbauten.

Sie fanden heraus, dass die Kartoffel in vielen Variationen köstlich schmeckte, sie brauten sogar ihr eigenes Kartoffelbier. Im Jahre 1537 entdeckten spanische Eroberer die Kartoffel in den Anden, welche sie in Europa einführten. Zunächst wurde die Kartoffel in Spanien als Heilpflanze der Ärzte und Apotheker eingesetzt, auch als Zierpflanze mit tollen Blüten konnte sie an Königs- und Fürstenhöfen bewundert werden. Ihre Blüten glichen jener der Orchidee. Von der iberischen Halbinsel aus gelangte sie nach Italien, wo sie aufgrund der großen Ähnlichkeit zum Trüffel den Namen „tartufo“ bekam.

Im Jahre 1589 brachte ein Botaniker die Pflanze nach Deutschland. Um die Akzeptanz der Kartoffel als Grundnahrungsmittel war es noch im 17. Jahrhundert nicht gut bestellt. Mit dem Ruf eines wirksamen Aphrodisiakums wurde sie allen voran von der Kirche verteufelt. Viele Menschen nahmen auch aus Unwissenheit an Stelle der Knollen die kleinen, grünen giftigen Früchte der Kartoffelblüten zu sich, was natürlich dem Status der Kartoffel als Grundnahrungsmittel keine Pluspunkte bescherte. Der letztendliche „Durchbruch der Knolle“ in Deutschland gelang Friedrich dem Großen, König von Preußen. Er bediente sich einer List, um die Zweifel seiner Untertanen zu zerstreuen. Da „verbotene Früchte bekanntlich besonders gut schmecken“, ließ er die Kartoffeln auf seinen Ländereien anbauen und überwachen. Die Neugierde der Bauern wurde entfacht, diese klauten „die Schätze“ im Dunkeln. Auf diesem Weg etablierte sich die Kartoffel fest im Speiseplan der Deutschen.

Die Kartoffel – Darum ist sie so gesund

Die beliebte Knolle, die Zutat beim Pommes selber machen, ist ein wahrhaftiges Allround-Talent. Sie ist nicht nur köstlich, preiswert, und während des ganzen Jahres zu erhalten – Sie punktet nebenbei noch mit zahlreichen Mineralstoffen, Vitaminen und dem Spurenelement Chrom.

Anbei ein kleiner Überblick über die wesentlichen Inhaltsstoffe:

Kohlenhydrate: Die enthaltene Stärke wird in unserem Körper umgewandelt und gibt geistige sowie körperliche Kraft. Pro 100 g enthalten Kartoffeln 14,8 g Kohlenhydrate.

Eiweiß: Der Eiweiß Anteil ist zwar relativ gering, jedoch ist der Anteil an essentiellen Aminosäuren sehr hochwertig, in Kombination mit Milch oder Eiern ist die „tolle Knolle“ ein idealer Eiweißlieferant. 100 g Kartoffeln enthalten 2,0 g Eiweiß.

Eigene Kartoffeln schmecken am besten!

Eigene Kartoffeln schmecken am besten!

Mineralstoffe: Die Kartoffel liefert bei schonender Zubereitung große Mengen an Mikronährstoffen, welche der Übersäuerung des Organismus entgegenwirken. Kalium ist dabei der Hauptwirkstoff.

Ballaststoffe: Kartoffeln sind eine wichtige Ballaststoffquelle, die zum Sättigungsgefühl beiträgt und auch einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Verdauung liefert. In 100 g Kartoffeln sind 2,1 g Ballaststoffe enthalten.

Fett: 100 g Kartoffeln bestehen aus 0,1 g Fett.

Vitamine: Mithilfe des Vitamin C, das in der Kartoffel enthalten ist, baut der Körper Glückshormone auf. Wussten Sie das schon? Der halbe Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C wird durch den Verzehr von 200 g Kartoffeln gedeckt. Weiterhin sind auch die Vitamine B1, B2, B3, B6 und Pantothensäure ein Bestandteile der Knolle.

Was die „Knolle“ noch zu bieten hat:

Sie möchten etwas „abspecken“? Dann haben Sie mit der Kartoffel und der Idee Pommes selber machen die richtige Wahl getroffen. Auf ratsame, kalorienschonende Weise zubereitet bildet sie eine perfekte Grundlage für eine wenige Tage andauernde Schlankheitskur. Sie sättigt schnell und, wie bereits erwähnt, liefert sie unserem Organismus wertvolle Mineralstoffe und Vitamine.
Auch als starker Basenbildner punktet die Kartoffel. Der gerade in der heutigen Zeit durch unausgewogene Ernährung entstehenden Übersäuerung wirkt das „Allround-Talent“ entgegen.

Außerdem beugt eine auf der harnsäurearmen Kartoffel basierende Diät gesundheitlichen Problemen wie beispielsweise Gicht und Harnsäuresteine vor. Letztgenannte Erkrankungen können beispielsweise durch übermäßigen Fleischkonsum hervorgerufen werden.

Last but not least ist die natriumarme „Knolle“ ein hervorragendes Nahrungsmittel für jene, die aufgrund ihrer Affinität zu fetthaltigen und gesalzenen Speisen an Bluthochdruck leiden.

Auf so viel Lob muss auch mal „Tadel“ folgen, auch wenn er noch so gering ist: Nur diejenigen, die unter Diabetes leiden sollten Abstand von der wohlschmeckenden Knolle nehmen, weil sie weit oben auf dem „glykämischen Index“ steht. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr rasch ansteigt.

KartoffelfeldKartoffeln – mit oder ohne Schale essen

Um es gleich vorab zu sagen: Die Meinungen gehen hier etwas auseinander. Fakt ist, dass die Kartoffelschale natürlicherweise Solanin und Chaconin enthält. Solanin definiert sich als schwach giftige, chemische Verbindung, welche in Nachtschattengewächsen wie der Kartoffel enthalten ist. Die Werte sind am höchsten in der Schale sowie an grünen Stellen.

Ausschlaggebend beim Verzehr ist allerdings in jedem Falle die Menge. Heutzutage weisen die verfügbaren Kartoffelsorten im Vergleich zu früher einen wesentlich niedrigeren Wert auf, dies beläuft sich auf einen Solanin Gehalt von 3 – 7 mg pro 100g in der Schale. Erste Vergiftungserscheinungen, wie z. B. Benommenheit, treten bei einem Verzehr von 200 g Solanin ein. Wie so oft, zeigt sich auch hier wieder: Das Maß aller Dinge ist entscheidend!

Ein bedenkenloser Verzehr der Schale ist möglich, wenn Kartoffeln gerade frisch aus der Erde gekommen sind. In der sehr dünnen Schicht genau unterhalb der Schale befinden sich nämlich auch viele der nützlichen Inhaltsstoffe sowie geschmacksbildenden Stoffe. Je länger Kartoffeln gelagert werden, desto mehr gesundheitsschädliches Solanin befindet sich in der Schale.

Vitamine nicht auswaschen:

Optimaler Weise schälen Sie diese dann, vornehmlich nach dem Kochen oder Backen. Genial hinsichtlich der Zubereitung ist auch das Köcheln in wenig Wasser, die Kartoffeln sollten gerade so bedeckt sein, auf diese Weise werden die Vitamine nicht ausgeschwemmt! Weiter unten zeigen wir, wie Sie Pommes selber machen und diese schonend im Backofen zubereiten.

TIPP für das Aufbewahren:

Lagern Sie die Kartoffeln in kühlen, dunklen und gut belüfteten Räumen bei (3 – 8° C).

Kartoffeln selbst anbauen leicht gemacht:

Und ab gehts Richtung Küche!

Und ab gehts Richtung Küche!

Sie lieben die Autarkie und möchten sich gesund ernähren? Warum also nicht die eigenen Kartoffeln anbauen, dies ist eine Bereicherung und beschert nebenbei noch Freude. Der ideale Startzeitpunkt bildet das Frühjahr!

Anbei eine Anleitung:

Zunächst besorgen Sie sich geeigneter Weise große Holz- oder Plastikfässer mit je 200 l Fassungsvermögen und bohren Löcher in Böden. So ist ein guter Abfluss gewährleistet.

Anschließend entscheiden Sie sich für die jeweilige Kartoffelsorte, z. B. festkochend. Legen Sie die Sorte Ihrer Wahl Mitte März an einen hellen Ort in Ihrem zu Hause und warten darauf, bis sich nach ungefähr 3 Wochen 2cm lange Keime bilden.

Anleitung weiterlesen...

Nun geht’s ans Werk: Stellen Sie die Fässer auf Ziegelsteine an einen sonnigen Platz Ihres Balkons oder Gartens. Streuen Sie eine 15 cm hohe Schicht Erde und Kompost ein. Platzieren Sie ungefähr 3 Kartoffeln darauf und bedecken diese mit einer weiteren Erde- Kompost Schicht.

Gießen Sie „das Werk“ ausreichend und achten Sie darauf die Erde feucht zu halten. Da die Kartoffelpflanzen wachsen, sollten Sie ab- und an noch etwas Erde und Kompost hinzufügen bis zum Rand des Fasses.
Nun werden in der gesamten Schicht oberhalb der Mutterknollen essbare Knollen heranreifen. Sobald die Pflanzen blühen, kann die Ernte unter zu Hilfenahme einer Schaufel ausgegraben werden. Nur keine Eile, die Kartoffeln halten sich wunderbar in der Erde, die Aberntung kann nach- und nach erfolgen!

Pommes in der Fritteuse oder Pommes im Backofen zubereiten

Kartoffeln können auf vielfältige Weise zubereitet werden. Ob Schweizer Rösti, russisches Kartoffelbrot oder italienische Gnocchi, der Zubereitung sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Die guten, alten Pommes selber machen, ist ebenfalls eine tolle Idee!Pommes in der Friteuse

Übrigens herrschte längere Zeit ein Streit um die Herkunft der länglichen, frittierten Kartoffelstäbchen. Als Sieger gingen die Belgier hervor, denn es ist nachgewiesen, dass sie bereits im 17. Jahrhundert die Pommes frittierten. Apropos frittieren, da wären wir schon beim eigentlichen Thema:

Was ist besser, die Zubereitung in der Fritteuse oder im Backofen?

Wenn wir den Fettgehalt und den Gesundheitsaspekt betrachten punktet eindeutig die Backofenvariante, allerdings ausschließlich aufgrund der Zubereitung. Was die Vorverarbeitung anbelangt – so werden beide Varianten im Herstellungsprozess vorgegart und das natürlich nicht ohne Zuhilfenahme von Fett. Jetzt könnten Sie sich eventuell fragen, ob dabei Unterschiede bestehen? Die Frage ist eindeutig mit ja zu beantworten, Backofenpommes werden in Fett gegart, welches lange anhaftet. Das ist auch der ausschlaggebende Grund dafür, warum wir zu Hause später bei der endgültigen Zubereitung kein Fett mehr hinzufügen müssen.

Fritteusen Pommes sind in diesem Punkt anspruchsloser, das Fett dient ausschließlich dem Konservieren. Der Knackpunkt kommt, wie gesagt, danach: Während die Backofenfritten eine heiße Luftdusche zu sich nehmen, „baden“ die Fritteusen Kartoffeln im wahrsten Sinne des Wortes in Fett, welches schlussendlich in beträchtlicher Menge im Magen des Genießers landet. Das einzige, worüber sich also streiten ließe, wäre die Geschmacksfrage. Hier sollte jeder selbst entscheiden unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Aspekte.

Pommes auf dem Backblech

Pommesvergnügen wird oft noch mit der frittierten Form an der Imbissbude in Verbindung gebracht, was auch mal sein darf, regelmäßig sollte aber auf die fettschonendere Variante „Pommes selber machen“ zugegriffen werden!

Gesunde Pommes selber machen:

Am gesündesten ist natürlich die eigene Herstellung, das bedeutet die Pommes selber machen. Im folgenden Rezept werden wir leckere Pommes selber machen. Diese punkten nicht nur aufgrund des geringeren Fettgehaltes, sie sind zudem noch preiswerter, geschmacklich einfach besser und der Fun-Faktor kommt auch nicht zu kurz. Denn die Zubereitung kann richtig Spaß machen und was kann letzten Endes schöner sein als gutes, gesundes, selbstgemachtes Essen zu genießen. Einige schrecken eventuell wegen des Aufwandes zurück, aber der ist gar nicht so hoch.

Noch dazu gibt es tolle, wohlschmeckende „Pommesgewürz“ Rezepte, die auch beispielsweise auf Festen den Gaumen Ihrer Gäste erfreuen.

Pommesgwürzidee:

2 Prisen Meersalz, 1 Prise Pfeffer , 1 Prise Paprika edelsüß, 1 Prise Currypulver, 1 Prise Knoblauch, außerdem: Koriander, Rosmarin, Kurkuma und Thymian.

Na, klingt das nicht gut? Dann kommen wir nun zur Rezeptanleitung „Pommes selber machen“:

Backofenpommes selber machen:

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Anleitung:

schritt eins pommes selber machen schneiden

Schritt 1: Die Kartoffen schälen und Pommes mit einem Pommeschneider herstellen.

pommes würzen

Schritt 2: Die geschnittenen Pommes mit Kokosfett(davor leicht erwärmen damit es flüssig wird) und Pommesgewürz in eine Plastiktüte geben.

pommesgewürz verteilen

Schritt 3: Die Plastiktüte durch Verdrehen der Öffnung verschließen und die Pommes ausgiebig vermischen.

pommes auf dem backblech verteilen

Schritt 4: Die fertig gewürzten Pommes werden nun auf dem Backblech unter Verwendung von Backpapier gleichmäßig verteilt.

jetzt werden die pommes gebacken

Schritt 5: Die selbst gemachten Pommes nun bei 180 Grad ca. 45min im Ofen backen.

fertige pommes

Schritt 6: Pommes selber machen Rezept – Fertiggestellt. Guten Appetit! 😉

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