Joggen gegen Depressionen

Regelmäßiges Joggen leistet einen essentiellen Beitrag zur Förderung und zum Erhalt der Gesundheit. Gerade in unserer heutigen schnelllebigen, hektischen Zeit und den steigenden Dauerbelastungen ist körperliche Aktivität umso wichtiger.

joggen hilf dem ganzen körper

Joggen bringt den nicht nur optisch den Körper voran!

Unsere Vorfahren waren Jahrtausende lang Jäger und Sammler, auf der Jagd legten sie permanent weite Strecken zurück. Die Bewegung kam bei Weitem nicht zu kurz. Noch im 19. Jahrhundert stand die körperliche Arbeit weitgehend im Vordergrund. Dies hat sich im Zuge der Industrialisierung geändert.

Der Wandel der Zeit

Heutzutage verbringen viele Menschen ihre Arbeitszeit im Sitzen. Daneben ist der zunehmende Medienkonsum nicht immer eine Bereicherung. Vieles wird uns erleichtert: Autos, Fahrstühle, Rolltreppen und weitere technische Errungenschaften führen uns zwar schneller ans Ziel, aber der natürliche Trieb des Menschen, die Bewegung, kommt oft zu kurz.

Dabei wird man beim regelmäßigen Laufen im Freien reich belohnt und das „zum Nulltarif“. Joggen gegen Depressionen aktiviert das Herz und stärkt die Atemwege, auch der Kreislauf kommt in Schwung. Weiterhin aktiviert regelmäßiges Ausdauertraining den gesamten Stoffwechsel, das Risiko an Diabetes oder Arteriosklerose, also einer Verkalkung der Blutgefäße, zu erkranken wird deutlich minimiert. Auch Frauen dürfen sich freuen: in vielen Fällen werden Menstruationsbeschwerden gelindert.

Nachdem wir uns nun kurz mit den physischen Auswirkungen beschäftigt haben, wollen wir nun auf die eigentliche Thematik: „Joggen gegen Depressionen“ oder generell „Sport gegen Depressionen“ besinnen.

Die Depression im Allgemeinen

Körperliche sowie psychische Prozesse sind eng miteinander verbunden. Im Falle von Depressionen, welche zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen, gerät der Gehirnstoffwechsel durcheinander. Im Speziellen geht man davon aus, dass die Botenstoffe Serotonin sowie Noradrenalin aus dem Gleichgewicht geraten. Dadurch ist die Weiterleitung von Nervenimpulsen gestört, dies zieht Konsequenzen auf Gedanken, Gefühle sowie physische Vorgänge nach sich.

Da dieser Text aber keine wissenschaftliche Abhandlung darstellen soll, gehen wir im Folgenden kurz auf die Frage ein: Was sind erste Anzeichen von Depressionen? In erster Linie liegt eine gedrückte Stimmung, Abgeschlagenheit, Interessenverlust sowie Energie- und Antriebslosigkeit vor. Hinzu können Gefühle der Wertlosigkeit sowie der inneren Leere, Selbstzweifel, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, innere Unruhe, Ängste, Libido Verlust, und eine herabgesetzte Konzentrationsfähigkeit kommen.

Weitere physische Leiden wie z. B. Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden machen sich nicht selten im Rahmen einer Depression bemerkbar. Natürlich können wir alle mal niedergeschlagen – oder betrübt sein, aber der deutliche Unterschied ist die Beständigkeit der Symptome über Wochen, die bei einer Depression zum Vorschein kommen. Das Alltagsleben ist deutlich eingeschränkt.

Gibt es verschiedene Ausprägungen?

Unterschieden wird zwischen episodischen (einmaligen) und rezidivierenden (wiederkehrenden) Depressionen, es gibt 3 Schweregrade: 1. Leichte Depressionen, 2. Mittelschwere Depressionen und 3. Schwere Depressionen.

Du möchtest dich intensiver mit der Thematik „Depressionen überwinden“ befassen? David D. Burns hat mit seinem Buch „Feeling Good Depressionen überwinden“ einen Ratgeber geschaffen, der praktische Methoden und Tipps zur Selbsthilfe beinhaltet.

Wie kann Sport bzw. Joggen bei Depressionen helfen?

Im Rahmen einer leichten- sowie mittelschweren Depression hat sich Joggen als hilfreich erwiesen. Warum „Joggen gegen Depression“ helfen kann?

Als Erstes tendieren depressive Menschen zur Untätigkeit, sie möchten Niederlagen vermeiden, hatten längere Zeit keine Erfolge mehr. Wenn die Menschen dann durch das Joggen wieder langsam und regelmäßig aktiv werden, erleben sie Erfolgserlebnisse, werden fitter.

joggen gegen depressionen

Beim Joggen werden Selbstzeifel abgebaut, die Freude kehrt zurück!

Die Konzentrationsfähigkeit verbessert sich, denn das Gehirn wird besser mit Sauerstoff versorgt, Adrenalin sowie Noradrenalin werden abgebaut. Joggen gegen Depressionen ist also mehr als lohnenswert – nebenbei spüren insbesondere Laufanfänger, was gerade den Damen sehr am Herzen liegt, dass nach- und nach Fettgewebe abgebaut wird. Das Körperbewusstsein wächst, mit jedem Lauf wird die eigene Leistungsfähigkeit gesteigert. Daraus resultiert wachsende Selbstachtung.

Sport und Depression

Es geht noch weit darüber hinaus beim Joggen gegen Depressionen, denn die Feststellung ein Ziel erreicht zu haben, gibt Auftrieb. Die zu Beginn auftretenden Zweifel schwinden, dies überträgt sich auch auf andere Lebensbereiche. Probleme werden nicht mehr als „überirdisch“ angesehen, sie werden aktiv in Angriff genommen. Von der Fremdbestimmung hin zur Selbstbestimmung, von der Passivität hin zur Aktivität – wichtige Aspekte, um Depressionen die Stirn zu bieten.

Das „Laufen gegen Depression“ sollte aber in jedem Fall langsam angegangen werden, denn es ist besser kleingesteckte Ziele zu erreichen als große aus den Augen zu verlieren. In den letzten Jahren hat sich auch die Lauftherapie bei psychischen Beschwerden etabliert. Zunehmend bieten niedergelassene Psychotherapeuten diese Form der Therapie an, da sich dieser Sport gegen Depressionen als sehr hilfreich erwiesen hat. „Laufen gegen Depressionen“ und vor allem in der Gruppe, kann auch sehr effektiv sein, um sich auf den Moment zu besinnen. Die Grübeleien in den Hintergrund zu stellen, um sich gemeinsam mit anderen an der frischen Luft zu bewegen.

Jogge Dich sich glücklich – Sport gegen Burnout

Betreibe „Sport gegen Depression“, auch präventiv, um Dein Wohlbefinden zu steigern. Durch aktive, regelmäßige Bewegung werden im limbischen System, dem Teil des Gehirns, welches für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist, Serotonin, Dopamin und Noradrenalin ausgeschüttet.

Schlechte Gedanken hinter sich lassen

Beim Joggen kannst Du deine Gedanken ordnen und leicht schlechte Gedanken hinter sich lassen!

Diese Botenstoffe werden häufig als Glückshormone bezeichnet. Schon 3 x 30 Minuten in der Woche sind hilfreich. Das Tolle: Du benötigst lediglich geeignetes Schuhwerk und die richtige Kleidung. Um den nötigen Abstand zu Problemen zu gewinnen, empfiehlt sich auch „achtsames Laufen“. Jogge langsam, es geht nicht um Schnelligkeit. Achte zu Beginn beispielsweise auf deinen Atem, wie er ein- und ausströmt. Anschließend lenkst Du deine Aufmerksamkeit auf deine Körperempfindungen und Bewegungen. Es ist nicht schlimm, wenn deine Gedanken abschweifen, akzeptiere dies und lenk die Aufmerksamkeit dann wieder auf deinen Körper.

Du möchtest eine neue und achtsame Lauftechnik erlernen? Wie wäre es beispielsweise mit „Chi Running“, eine Art meditativem Lauftraining. In seinem Buch „ChiRunning: Die sanfte Revolution der Laufschule“ bringt Danny Dreyer, der Erfinder des ChiRunning, seinen Lesern die sanfte Art des Laufens nahe, basierend auf den alten Grundprinzipien des Tai Chi.

Dieser Stil ist auch gerade zur Burnout-Prophylaxe äußerst empfehlenswert. Sport gegen Burnout ist besonders wichtig, denn durch moderates Ausdauertraining wird aufgestaute Spannung in Körper und Geist abgebaut.

Was Joggen ansonsten noch bewirkt

Natürlich gibt es Tage, an denen wir uns am liebsten zurückziehen würden, Tage die einfach stressbeladen und belastend sind. Aber gerade dann ist es so wichtig die Laufschuhe anzuziehen. Der Kopf wird freier und freier, die Belastungen des Alltags treten zumindest etwas in den Hintergrund. Man betrachtet die Dinge gelassener!

Durch kontinuierliches, moderates Ausdauertraining verbessert sich auch deine Leistungsfähigkeit im Alltag. Du ermüdest weniger schnell im Rahmen deiner Tätigkeiten, fühlst dich vitaler und kannst deine Kräfte besser einteilen. Warum? Dein Körper wird in Folge des Trainings besser und besser durchblutet, die Anzahl der roten Blutkörperchen steigt und infolgedessen auch die Menge des Gesamtbluts.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor: Die Schlafqualität steigt.

Jetzt durchstarten – Joggen gegen Depressionen

Fang heute noch mit dem Training an! Wie wäre es, täglich 30min dafür zu verwenden ein gutes Buch zum Thema Joggen & Sport gegen Depressionen zu lesen und die Tipps dann gewinnbringend umzusetzen?

Prof. Dr. Ulrich Bartmann fasst in seinem Buch „Laufen und Joggen für die Psyche“, folgendes zusammen: „Joggen stellt eine effektive Möglichkeit dar, ohne chemische Hilfsmittel wie Medikamente oder Alkohol zu einem gesunden und natürlichen Schlaf zu kommen.“ Diesem Zitat gehen einige wissenschaftliche Nachweise voran. Generell beschreibt Prof. Dr. Bartmann u. a. in seinem Buch, wie seelische Stabilität durch das Joggen herbeigeführt werden kann. Ferner geht er auch darauf ein, dass Joggen Ängste lindern kann.

Du siehst, wie wichtig „Joggen gegen Depression“ oder „Joggen gegen Depressionen“ ist und welchen immensen positiven Effekt diese Sportart auf den menschlichen Organismus hat. Vor allem solltest Du aber an der frischen Luft laufen, denn der Aufenthalt im Freien ist eine weitere Möglichkeit um Stimmungstiefs den Kampf anzusagen.

Zusätzlich zum „Laufen gegen Depression“ ist das Erlernen einer Entspannungstechnik, wie z. B. der Progressiven Muskelentspannung, empfehlenswert. Viele Kurse zur Stressprävention werden übrigens von den Krankenkassen gefördert.

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