Heilpraktiker – Was macht er?

Aktualisiert: 27. April 2019

In Deutschland ist es Heilpraktikern gestattet, die Heilkunde in eigener Verantwortung auszuüben. Heilpraktiker ist also der einzige Beruf neben dem Arzt, welcher Krankheiten, Leiden und Körperschäden bei Menschen diagnostizieren und therapieren darf. Die vom Heilpraktiker in seiner Naturheilpraxis angewandten Methoden zur Diagnostik und Therapie sind außerordentlich vielseitig. Durch die sogenannte Therapiefreiheit ist der Heilpraktiker bei seiner täglichen Praxis in der Anwendung seiner Methoden nicht oder nur wenig eingeschränkt.

behandlung von patient

Aufgrund der geltenden Rechtslage ist es Heilpraktikern im Gegensatz zu Ärzten aber beispielsweise nicht gestattet, verschreibungspflichtige Medikamente zu verordnen, Totenschein auszustellen, zu impfen oder Geburtshilfe zu leisten. Außerdem ist Heilpraktikern gesetzlich die Ausübung der Zahnheilkunde untersagt.

Patienten beim Heilpraktiker sind in der Regel Selbstzahler

Typischerweise gehen Patienten dann zum Heilpraktiker, wenn ihnen die schulmedizinische Behandlung nicht oder nur wenig geholfen hat. Heilpraktiker verfolgen mit ihren ganzheitlichen Behandlungen ganz anderes Therapieansätze, wie Patienten das aus einer herkömmlichen Arztpraxis gewohnt sind. Umfragen bei Patienten haben ergeben, dass Heilpraktiker sich im Durchschnitt sehr viel mehr Zeit für ein ausführliches Gespräch aber auch für die Behandlung nehmen. Die Behandlungskosten müssen beim Heilpraktiker in den allermeisten Fällen von den Patienten selbst getragen werden. Den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland ist es bisher verboten, Heilpraktikerleistungen zu erstatten. Es gibt allerdings bereits einige Ausnahmen, beispielsweise bei homöopathischen oder osteopathischen Behandlungskonzepten, wenn der behandelnde Heilpraktiker über entsprechende Qualifikationen verfügt.

Naturheiltherapien besonders bei chronischen Krankheiten wirksam

Viele Naturheilpraxen von Heilpraktikern sind mittlerweile auch spezialisiert auf die unterschiedlichsten Krankheitsbilder. So sind also in den letzten Jahren naturheilkundliche Schwerpunktzentren beispielsweise zur Behandlung von Krebs, Depressionen, Allergien oder Arthrose entstanden. Die Herangehensweise bei den Behandlungen in der Heilpraktiker Praxis ist in den meisten Fällen stets ganzheitlich ausgerichtet. Heilpraktiker legen also viel Wert darauf, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern den Ursachen von Erkrankungen tiefergehend auf den Grund zu gehen. Deshalb sind auch viele Patienten bei Heilpraktikern in Behandlung, bei denen die Ärzte zur Linderung der Symptome nicht weitergekommen sind. Ebenso haben viele Patienten einen erheblichen Leidensdruck, obwohl von Seiten der Schulmedizin keine relevanten Befunde erhoben werden konnten. Gerade diesen Patienten kann der Heilpraktiker mit seinen unkonventionellen Therapien aus der Naturheilkunde oft sehr gut weiterhelfen und die Lebensqualität verbessern. Der Heilpraktiker vertritt einen ganzheitlichen Ansatz und nutzt die Kraft des Menschen um die Selbstheilung anzuregen, da meist mehrere Baustellen im Körper schuld am Leid sind.

Patienten fühlen sich von der Schulmedizin oft vernachlässigt

Da der Heilpraktiker auch chronische Leiden therapiert und überwiegend sanfte Naturheilmethoden zum Einsatz kommen, müssen Patienten etwas Geduld haben, bevor die Therapie auch den gewünschten Effekt erzielt. Deshalb sind in der Regel beim Heilpraktiker mehrere Sitzungen erforderlich, viele Patienten berichten aber schon von erstaunlichen Erfolgen bereits nach nur einer Behandlung. Die Therapiemethoden des Heilpraktikers werden auch deshalb so geschätzt, weil sie natürlich, sanft und in der Regel ohne schädliche Nebenwirkungen vorgenommen werden. Darüber hinaus ist die zunehmende Skepsis gegenüber der Schulmedizin ein weiterer Grund dafür, dass vermehrt Heilpraktiker aufgesucht werden.

Naturheilkundliche Therapien setzen auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Typische Therapiemethoden in der Heilpraktiker Praxis sind Akupunktur, traditionelle chinesische Medizin, Osteopathie, Neuraltherapie, Fußreflexzonentherapie, Schröpfen, Behandlung mit Eigenblut, Homöopathie, alle Arten von Massagen, aber auch Gesprächstherapie und psychologische Beratung. Die vornehmste Aufgabe eines Heilpraktikers besteht dabei darin, die Selbstheilungskräfte, also den sogenannten inneren Arzt eines Patienten, so zu aktivieren, dass eine Selbstheilung erfolgen kann. Mit seinen ganzheitlichen Therapieansätzen werden also gute Voraussetzungen für eine umfassende Heilung an Körper, Geist und Seele geschaffen. Welche der naturheilkundlichen Methoden dabei zum Einsatz kommen ist sehr individuell und hängt somit vom Patienten und dessen gesundheitlichen Problemen ab. Naturheilkunde in der Heilpraktiker Praxis verspricht Hilfe insbesondere auch bei sogenannten funktionellen Störungen. Es konnten dann trotz aufwendiger schulmedizinischer Diagnostik keine organische Ursache für spezifische Beschwerden gefunden werden.

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