Ernährung bei Krebs – Ratschläge und Rezepte

Das Risiko an Krebs zu erkranken kann vermutlich in hohem Maße durch persönliche Faktoren positiv als auch negativ beeinflusst werden. Das Rauchen und der Alkohol stellen wohl die ersten beiden Risikofaktoren dar, gleich dahinter an 3. Stelle steht vermutlich die „falsche Ernährung“.

ernährung bei krebs

Obst und Gemüse ist gesund.

Daran kannst du erkennen, wie wichtig eine gesunde Ernährung sein kann, um Krebs vorzubeugen und dass sie evtl. auch eine wesentliche Komponente im Rahmen einer akuten Krebsbehandlung einnehmen kann.

Wir haben im Netz recherchiert und möchten Dir im Folgenden einige mögliche Tipps für eine Ernährung bei Krebs bieten. Da wir kein ärztliches Fachwissen besitzen, soll dieser Artikel nur eine grobe Übersicht unserer Recherche zur Ernährung bei Krebs darstellen. Die Ratschläge sind für Interessierte (z.B. zur Fortbildung) und nicht als Diagnose- oder Therapieschritte zu verstehen. Wir können keine Haftung für Schäden irgendeiner Art übernehmen, die direkt oder indirekt aus der Verwendung dieses Artikels entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen befragen Sie bitte einen Arzt

Ernährung bei Krebs

Risikofaktor bzw. ein Segen im Rahmen der Krebstherapie

Es wird davon ausgegangen, dass etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen im Zusammenhang mit unserer Ernährung stehen. Auf unserer aller Speiseplan nehmen nicht selten zu süße, fett- und energiereiche Lebensmittel einen beachtlichen Platz ein. Pflanzliche Lebensmittel hingegen, wie Vollkornprodukte, Gemüse und Obst beziehen wir häufig nicht in ausreichendem Maße in unsere Ernährung mit ein.

Unsere Nahrung ist äußerst umfangreich und besteht aus unterschiedlichen Komponenten. Eine Vielzahl von Inhaltsstoffen wird hinsichtlich ihrer Wirkung permanent von Wissenschaftlern weiter erforscht. Dazu zählen die bioaktiven Substanzen, geläufiger sind hier die sekundären Pflanzenstoffe, die diesen gesundheitsfördernden Stoffen in Form einer Untergruppe angehören.

Warum sind sie so wichtig? Sekundäre Pflanzenstoffe haben einen entscheidenden Einfluss auf eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen in unserem Körper. Man sagt ihnen nach, dass sie in einer Ernährung bei Krebs vor diversen Tumorarten schützen. Ebenso entfalten sie entzündungshemmende, neurologische und antibakterielle Wirkungen. Eine tägliche Verzehrempfehlung gibt es bislang nicht.

Es wird vermutet, dass die gesundheitsfördernde Wirkung durch diverse Pflanzenstoffe, die sich innerhalb eines Lebensmittels befinden, entsteht. Aus diesem Grunde wird seitens der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfohlen, reichlich Obst und Gemüse sowie pflanzliche Lebensmittel zu verzehren. Chemisch hergestellte Supplemente werden allerdings oft ausgeschlossen, Studien zufolge zeige sich bei regelmäßiger Einnahme solcher über einen längeren Zeitraum oft kein Resultat, oder aber teilweise negative Auswirkungen.

Zusammenfassend können wir also sagen, dass unsere Nahrungsmittel wohl für die Entstehung von Krebs fördernde oder hemmende Stoffe beinhalten.

Welche Lebensmittel sind ein Segen in der Ernährung bei Krebs?

frischer grüner smoothieDen im Folgenden aufgelisteten Lebensmittel wird eine unterdrückede Wirkung gegen die krebserzeugende Zellmutationen nachgesagt:

Brokkoli, grüner Pfeffer, Ananas, Schalotten, Äpfel, Auberginen, Ingwer und Kohl

Diese Lebensmittel scheinen in Maßen wirkungsvoll:

Blumenkohl, Süßkartoffeln, Trauben und Rettich

Die Kreuzblütengewächse, zu denen die nachfolgenden Nahrungsmittel zählen, wirken scheinbar anti-karzinogen:

Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Kohlrübe, Kresse, Meerettich, Rettich, Rosenkohl, Senf und Steckrüben

Zur Unterdrückung von Krebs sollen wohl auch Protease-Hemmstoffe beitragen, die vorallem in Samen und Nüssen ausreichend vorhanden sind:

Sojabohnen, Kichererbsen, Saubohnen, Limabohnen, Tofu, chinesische Bohnen, Langbohnen, Kidneybohnen, Erbsen, Linsen, Mungobohnen, alle Nussarten (Erdnüsse, Walnüsse, usw.), Kartoffeln, Bananen, Getreidekörner ( Gerste, Weizen, Roggen, Hafer, usw.), Auberginen

Diese Protease-Hemmstoffe sind in mäßigen Mengen vorhanden in:

Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, Rettich, Gurken, Ananas, unreife Tomaten

Obst- und Gemüsesorten, die vermutlich in hohem Maße krebsbekämpfende Karotinoide enthalten, sind:

Aprikosen (getrocknet), Brokkoli, Grünkohl, Karotten, Kohl, Kopfsalat, Kürbis, Rosenkohl, Spinat, Süßkartoffeln und Tomaten

Die in den folgenden Produkten enthaltenen Pflanzenpenole wirken evtl. antikarzinogen:

Tee (vor allem grüner Tee), Kaffee, Kartoffeln, Äpfel, Trauben, Erdbeeren, Pflaumen, Birnen, Kirschen, Wein (insbesondere Rotwein), Nüsse, Weizenkleie und Gerstenkörner

Ein gesunder Lebensstil – Das A und O

Wir können eine Menge tun um Krebs vorzubeugen, denn Wissenschaftler vermuten, dass 30-40 % der Krebserkrankungen durch einen gesundheitsbewussten Lebensstil verhindert werden können. Das ist schon eine ganze Menge. Natürlich möchten wir euch mit dieser Aussage kein schlechtes Gewissen machen. Im Gegenteil, uns ist daran gelegen euch zu zeigen, dass wir alle etwas für unsere Gesundheit tun können.

Schon eine bewusste Ernährung sowie regelmäßige sportliche Betätigung sind Schritte in die richtige Richtung. Auch ein normales Körpergewicht sollte angestrebt werden. Natürlich darf man auch mal sündigen, aber generell begünstigt eine hohe oder falsche Fettzufuhr die Entstehung diverser Krebsarten, wie z. B. Dickdarmkrebs. In Folge einer fettreichen Ernährung bildet sich vermehrt Gallensäure im Dickdarm. Die Darmbakterien verstoffwechseln diese Gallensäuren, dadurch entstehen scheinbar kanzerogen wirkende Stoffe.

Im Folgenden haben wir ein paar Tipps aufgelistet, wie man Krebs vorbeugen kann im Rahmen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung:

In erster Linie ist es wichtig, den Verzehr an tierischen Fetten zu verringern. Dabei solltest du auch auf versteckte Fette in Käse, Wurst und Fleischwaren achten. Der Genuss von Geflügel, am besten vom Biohof, ist empfehlenswert. Natürlich ist das nicht ganz kostengünstig, aber hier ist weniger mal wieder mehr. Ich persönlich bevorzuge z. B. ein kleines, qualitativ hochwertiges Putenschnitzel und esse dabei eine große Menge an Gemüse. 3 Fleischmahlzeiten pro Woche sind vielen Aussagen nach genug, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken.

Auch bei der Zubereitung der Speisen solltest du auf die richtigen Fette achten, z. B. sollten deine Salate nicht mit Sahne zubereitet werden, stattdessen aber mit mageren Milchprodukten, wie z. B. Joghurt oder einer kleinen Menge an qualitativ hochwertigen Pflanzenölen. Zum Abrunden deiner Saucen verwende einfach saure Sahne (10 % Fett).

Bevorzuge in der Ernährung bei Krebs beim Anbraten beschichtete Pfannen, so kommst du mit einem geringen Fettanteil aus. Beim starken Anbraten solltest du in der Tat auf hoch erhitzbare Öle zurückgreifen. Feste Pflanzenfette, wie beispielsweise Butterschmalz sollten in jedem Fall vermieden werden, denn diese sind aufgrund ihrer Zusammensetzung (gehärtete Fette) nicht empfehlenswert.

Kaltgepresste Öle, wie z. B. kaltgepresste Rapsöle, eigenen sich auch weniger zum Braten, da sie der Temperatur nicht standhalten. Stattdessen sollten pflanzliche Fette verwendet werden, welche auch das Immunsystem stärken.

Im Sommer wird natürlich des Öfteren gegrillt und köstliche Düfte von gebratenem Fleisch ziehen durch die Gärten, was an sich eine feine Sache ist. Allerdings solltest du hier Aluminiumschalen und Grillpfannen verwenden und nicht über dem offenen Feuer grillen. Denn ansonsten entsteht Benzpyren, welches krebserregend wirkt.

Salat mit Hähnchenbruststreifen

Weiterhin leistest du mit dem Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag schon einen positiven Beitrag zur Vorbeugung von Krebs. Das Gemüse kann sowohl roh als auch gegart genossen werden. Du benötigst ein wenig Abwechslung? Auch ein selbst hergestellter Obst- und Gemüse Smoothie, in einem der letzten Artikel haben wir Rezepte vorgestellt, dient als Ersatz.

Nehme in einer Ernährung bei Krebs Getreideprodukte aus Vollkorn zu dir, Haferflocken sind besonders zu empfehlen.

Trinke mindestens 1,5 – 2 Liter Flüssigkeit pro Tag, ideal sind kalorienfreie Getränke wie Wasser, Mineralwasser oder ungesüßte Kräutertees.

Rezeptvorschlag Schweinefilet mit Brokkoli und Pilzen

Dieses Rezept beinhaltet den scheinbar krebshemmenden Knoblauch, vor Krebs schützende Pilze, Brokkoli sowie Ingwer. Koche das Gemüse nicht in Salzwasser, da auf diese Weise wertvolle Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen.

Zutaten für 3 Personen: 350 g Schweinefilet, 150 g braune Champignons, 100 g Shiitakepilze, 275 g Brokkoli, 1 große Knoblauchzehe, 1 cm frischen Ingwer, Salz, Pfeffer, knapp 1 EL Mehl, 2 EL Kokosöl, ½ EL Sesamöl, 1 kleinen Schuss Weißwein, 2-3 EL Sojasauce

Im ersten Schritt wird das Schweinefilet in kleine Stücke geschnitten, anschließend werden die Champignons geputzt und halbiert. Nun befreist du die Shiitakepilze vom Stil und schneidest sie in breite Streifen. Putze und zerkleinere den Brokkoli in kleine Röschen. Schäle den Knoblauch und hacke diesen klein, anschließend wird der Ingwer geschält und in äußerst dünne Scheiben geschnitten. Im nächsten Schritt wird das Fleisch mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit dem Mehl sparsam bestäubt.

Nachdem du je die Hälfte des Kokos- und Sesamöls in einer Pfanne erhitzt hast, gibst du die Hälfte des Ingwers sowie des Knoblauches hinzu und brätst das Ganze für ca. 20 Sekunden unter Rühren an. Im Anschluss fügst du die Hälfte des Fleisches bei und brätst es an. Nachdem das Fleisch durchgebraten ist, wird es auf eine vorgewärmte Platte gegeben. Auf diese Art und Weise verfährst du nun auch mit dem restlichen Schweinefilet, dem Ingwer sowie dem Knoblauch und gibst die Zutaten auf die Platte. Nachdem du Brokkoli und Pilze für ca. 3 Minuten unter ständigem Wenden gebraten hast, fügst du der Mischung Weißwein sowie Sojasauce zu. Das Ganze wird nun für einige Minuten gekocht. Im letzten Schritt wird das Schweinefilet dazu gegeben und gut untergerührt. Guten Appetit!

Aktiv gegen den Krebs

Sportliche Aktivitäten bessern nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch die Lebensqualität. Zahlreichen Studien zufolge soll Sport einen essentiellen Beitrag zur Senkung des Krebsrisikos leisten.

Moderater Sport stärkt außerdem das Immunsystem, so können eventuell schon vorhandene Krebszellen bekämpft werden. Die Bewegung wirkt sich positiv auf die Psyche der an Krebs erkrankten Patienten aus, eventuell vorhandene Depressionen sowie Ängste können gemindert werden. Als besonders hilfreich hat sich auch Sport innerhalb einer Gruppe erwiesen, die Patienten trainieren unter Gleichgesinnten, werden fitter sowie belastbarer und können ihre Erkrankung für eine kurze Zeit ausblenden.

Was für ein Sport ist geeignet?

Welche Form der Bewegung für welchen Patienten geeignet ist hängt vom jeweiligen Krankheitszustand ab. Yoga kann sich im Rahmen einer Krebstherapie als hilfreich erweisen und unterstützend auf den Heilungsprozess einwirken. Der gesamte Organismus wird entspannt und gestärkt, den Patienten wird es dadurch ermöglicht besser mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Artikel zeigen konnten, wie wichtig eine bewusste Ernährung im Rahmen einer Krebserkrankung sein kann und dass es sich definitiv lohnt präventiv auf eine gesunde Lebensführung zu achten. Bewegung kann auch ganz leicht in den Alltag integriert werden, indem man beispielsweise die Einkäufe zu Fuß erledigt oder statt des Liftes die Treppen nutzt.

Weitere Informationen & tolle Tipps:

Einen Erfahrungsbericht zum Umgang mit der Diagnose Krebs und viele weitere nützliche Tipps findest Du bei Pure Power Kiwi.

Wir haben im Netz recherchiert und möchten Dir im Folgenden einige mögliche Tipps für eine Ernährung bei Krebs bieten. Da wir kein ärztliches Fachwissen besitzen, soll dieser Artikel nur eine grobe Übersicht unserer Recherche zur Ernährung bei Krebs darstellen. Die Ratschläge sind für Interessierte (z.B. zur Fortbildung) und nicht als Diagnose- oder Therapieschritte zu verstehen. Wir können keine Haftung für Schäden irgendeiner Art übernehmen, die direkt oder indirekt aus der Verwendung dieses Artikels entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen befragen Sie bitte einen Arzt

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